Isabella M. Weber: „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“
Prof. Dr. Isabella M. Weber
IG Metall Hannover, Postkamp 12, 30159 Hannover
Einladung zur Buchvorstellung durch die Autorin (erscheint am 13. Oktober 2026 im suhrkamp-Verlag).
Wir schauen uns gemeinsam und live ab 19:30 Uhr den Stream des Booklaunch zu Isabella Webers neuem Buch „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“ (Suhrkamp, Oktober 2026) an. Es folgt eine Diskussion in Berlin mit Ines Schwerdtner (Bundesvorsitzende Partei Die Linke), Tim Klüssendorf (Generalsekretär der SPD) und Andreas Audretsch (stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen). Im Anschluss an die Buchvorstellung und die online-Diskussion wollen wir besprechen, ob und wie wir in einerFolgeveranstaltung die gehörten Konzepte und Argumente für uns konkretisieren können.
Während Ungleichheit, Inflation und die überwältigende Macht der Konzerne die Demokratie bedrohen, sucht Isabella M. Weber nach Instrumenten einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik, um Demokratie und Menschenwürde zu sichern.
In der Nacht von Donald Trumps zweitem Wahlsieg twitterte Isabella Weber: „Können wir jetzt endlich ein ernsthaftes Gespräch über eine antifaschistische Wirtschaftspolitik führen?“
Ihre Frage reicht jedoch weit über eine einzelne Wahl hinaus. In einer neoliberalen Welt sagen wir den Menschen gleichzeitig: Demokratie ist die höchste Form politischer Organisation. Und: Wenn es um die Wirtschaft geht, um die materielle Grundlage unseres Lebens, ist das Beste, was die Volksvertreter tun können, ihre Wählerschaft dem Profitstreben der Konzerne unter zuordnen. Dieser grundlegende Widerspruch zwischen der Herrschaft des Volkes und der Herrschaft des Marktes mache die neoliberale Demokratie anfällig für die Bedrohung durch den Faschismus, argumentiert sie. Ökonomen haben allzu oft als Propheten der Unterordnung unter den Markt fungiert und damit letztlich den rutschigen Abhang zum Faschismus betreten.
Isabella M. Weber, geboren 1987 in Nürnberg, ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der University of Massachusetts Amherst. Einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland wurde sie 2022 bekannt, durch ihren Vorschlag eines Gaspreisdeckels. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, da runter mit dem Wissenschaftspreis der Keynes-Gesellschaft und 2024 mit
dem Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik.

