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Keynes-Nord

Selbstverständnis der Keynes-Gesellschaft – Regionalgruppe Nord

Der britische Ökonom John Maynard Keynes (1883-1946) war der bedeutendste Ökonom des 20. Jahrhunderts. Die Keynes-Gesellschaft hält auf ihrer Homepage (https://keynes-gesellschaft.de) eine Fülle von Informationen bereit, über Keynes, dessen wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten, seine wirtschaftspolitischen Einlassungen sowie das historische und aktuelle Fortwirken von Ökonomen und Politiken in dieser Tradition.

Die keynesianische Ökonomik ist heute in der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung sowie in der öffentlichen sowie wirtschafts-, finanz- und geldpolitischen Diskussion nicht angemessen verbreitet und zu wenig Leitbild.

Die Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord wurde Anfang 2019 in Hannover gegründet. Sie ist unselbständiger Teil der Keynes-Gesellschaft und will die wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnisse von Keynes sowie der darauf aufbauenden Theorien, bekannter machen, deren wirtschaftspolitischen Konsequenzen im öffentlichen Raum sichtbarer machen.

Der Keynes-Gesellschaft – Regionalgruppe Nord will keynesianisch orientierte ÖkonomInnen und entsprechend interessierte WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen und sonstige Interessierte regional vernetzen sowie deren Einbindung in die jeweiligen öffentlichen und/oder fachpolitischen Debatten mit politischen EntscheidungsträgerInnen fördern und organisieren. Hierzu will sie auch neue Mitglieder für die Keynes-Gesellschaft gewinnen.

verantwortlich und Kontakt:
Torsten Windels (Koordinator)
nachricht@torsten-windels.de


Veranstaltungen

2026

09./10.03. 2025, Universität Duisburg-Essen (Programm)
22. Jahrestagung der Keynes Gesellschaft
(mehr unter: https://keynes-gesellschaft.de)

 

Donnerstag, 29.01.2026, 19 Uhr (Einladung)
Reihe Große Ökonom_innen IX
Richard A. Musgrave und Peggy B. Musgrave – Öffentliche Finanzen und Wohlstandsentwicklung
Einführung durch Prof. Dr. Harald Hagemann (Universität Hohenheim, Stuttgart)
Ort: Arbeit und Leben, Arndtstr. 20, 30167 Hannover
Richard Musgrave (1910–2007) war der international renommierteste und einflussreichste Finanzwissenschaftler in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Er leistete bahnbrechende Beiträge zur Theorie öffentlicher und meritorischer Güter, zur Besteuerung und zu Fiskalsystemen. Musgraves The Theory of Public Finance (1959) gilt bis heute
als Standardwerk der Finanzwissenschaft und wurde in viele Sprachen übersetzt. Seine Grundidee der Aufspaltung öffentlicher Haushalte in eine Allokatonsabteilung, eine Distributionsabteilung (integriertes Steuer- und Transfersystem) und eine Stabilisierungsabteilung hat das finanzwissenschaftliche Denken bis heute geprägt. Zusammen mit seiner
Frau Peggy hat Musgrave zahlreiche eher anwendungsorientierte Bücher verfasst.
Richard Musgrave wurde am 14. Dezember 1910 in Königstein im Taunus geboren. Unmittelbar nach seinem Diplomexamen als Volkswirt an der Universität Heidelberg im Mai 1933 emigrierte er in die USA. Dort wurde er 1937 an der Harvard University promoviert, wo er bis 1941 wichtige Impulse im Fiscal Policy Seminar von Alvin Hansen erhielt. Von 1941–1947 arbeitete Musgrave in der Forschungsabteilung der Federal Reserve, bevor er nach Professuren an der University of Michigan in Ann Arbor (1948–1958), der Johns Hopkins University in
Baltmore (1958–1961) und in Princeton 1965 als Professor an die Harvard University zurückkehrte. Nach seiner Emeritierung 1981 ging Musgrave nach Kalifornien, wo er als Adjunct Professor der University of California, Santa Cruz weiterhin ein äußerst aktiver Forscher blieb.
Peggy Brewer Musgrave (1924–2017) wurde in Maldon, England geboren. Sie begann ihr Studium 1942 an der University of Cambridge. Noch vor dem Abschluss wurde sie 1944 zum Wehrdienst eingezogen und arbeitete in London für das amerikanische Office of Strategic Services. Sie heiratete einen OSS Offizier (Richman), dem sie nach Kriegsende in die USA folgte. Dort nahm sie nach der Geburt zweier Söhne ihr Studium wieder auf, und erwarb einen B.A. und M.A. an der American University in Washington. D.C., dem 1962 der PhD an der Johns Hopkins University folgte, wo sie auch ihren zweiten Ehemann kennen lernte (eine Tochter). Peggy B. Musgrave war von 1963–65 Assistant Professor an der University of Pennsylvania, von 1965–67 Senior Research Associate in Harvard, von 1967–79 Professorin an der Northeastern University in Boston und von 1979–92 an der University of California in Santa Cruz.
Seit 2003 vergibt das International Institute of Public Finance einen „Peggy and Richard Musgrave Prize“.
Harald Hagemann ist Professor em. für Wirtschaftstheorie an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Er studierte Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Politische Wissenschaft an der Universität Kiel, wo er auch mit einer Arbeit über die kapitaltheoretische Cambridge-Cambridge-Kontroverse promoviert wurde. Nach einer Vertretungsprofessur für Politische Ökonomie und Wirtschaftstheorie an der FU Berlin (1980-81) war er von 1982-88 Professor für Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bremen, seitdem in Hohenheim. 1999/2000 war er Theodor Heuss Professor an der New School for Social Research in New York. Forschungsschwerpunkte: Wachstum, Strukturwandel, neue Technologien und Beschäftigung, Krisen- und Konjunkturtheorien, die deutschsprachige wirtschaftswissenschaftliche Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus.

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Keynes-Nord – Vergangene Veranstaltungen

 


Standpunkte – Materialien – Debatten

09.09.2025
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Stellungnahme (pdf)
Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes über die Anstalt Niedersächsische Immobilienaufgaben (NIAG, Ds 19/7498) zur schriftlichen Anhörung durch den Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtags

14.09.2024 (Programm)
Wirtschafts- und finanzpolitische Tagung
Zwischen den Zeiten – Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Transformationskrise
Präsentationen von Tom Krebs (Universität Mannheim), Jan Priewe (Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Berlin), Alfred Kleinknecht (TU Delft), Marina Guldimann (Fiscal Future, Berlin)

11.06.2024
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 08 (pdf)
Niedersächsischer Landesrechnungshof: Hohe Investitionsbedarfe in Nds – Richtiges, aber wenig Neues – LRH zwischen Aufgabenerfüllung und Opposition

Mai 2024
Vortrag und Diskussion: „Degrowthvs. Green Growth –eine ökonomische Einordnung“, Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesellschaftspolitisches Seminar, „Grünes Wachstum oder Postwachstum? Grundsatzfragen einer Markwirtschaft“, 11.05.2024 in Hannover (Präsentation)

November 2023
Torsten Windels
Urteil des BVerfG zur Schuldenpolitik des Bundes vom 15.11.2023 (Präsentation zum Vortrag)

Oktober 2023
Dr. Arno Brandt (pdf)
Zeitenwende – Wirtschaftliche Folgen für staatliche Investitionspolitik, Thesenpapier zum Vortrag vom 05.10.2023

September 2022
Torsten Windels
Klimaschutz bis 2045 – Niedersachsen muss 2,15 Mrd EUR jährlich investieren!, in Sozial-ökologische Transformation in Niedersachsen, Neues Archiv für Niedersachsen, 1/2022, September 2022, S. 108-122 (Link)

01.06.2022
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 07 (pdf)
Was kostet klimaneutral bis 2045? – Niedersachsen muss 2,15 Mrd EUR jährlich investieren!

16.11.2021, 18:30 Uhr
Dialog zwischen Politik und Wissenschaft
Klimagesetz – Was nun? -Podiumsdiskussion (Einladung)
(Aufzeichnung: kurz oder lang) (TV-Bericht von H1)
Podiumsdiskussion mit Olaf Lies (Niedersächsischer Umweltminister), Prof. Dr. rer. hort. Christina von Haaren (Vizepräsidentin Internationales und Nachhaltigkeit der Leibniz Universität Hannover), Tabea Dammann (Sprecherin Fridays for Future, Hannover), Prof. Dr. Stephan Thomsen (Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik, Leibniz Universität Hannover)

12.07.2021
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 06 (pdf)
Investieren statt Sparen – Was ist solide in der Finanzpolitik?

21.06.2021
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 05 (pdf)
Wahlkampf 2021 – Öffentliche Investitionen sind nötig und möglich!

14.04.2021
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord
Standpunkt 04 (pdf)
Der niedersächsische Finanzminister sucht Rat. Aber an der falschen Stelle! – Warum Südkorea und Marktradikalität keine Vorbilder sind.

09.03.2021
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 03 (pdf)
Die NBank ist zu klein – Niedersachsen bleibt unter seinen Möglichkeiten, Die Landesentwicklung sollte auch durch eine Aufwertung der NBank unterstützt werden

23.02.2021
Pressegespräch
zur Vorstellung des Aufrufs (Presseinformation) (Aufzeichnung des Pressegesprächs, Code: P#jf?5#W)
Aufruf: Die Zeit drängt – nicht nur bei Corona (pdf)
Initiative für mehr öffentliche Investitionen in Niedersachsen
Ein Bündnis aus dem Gesundheitswesen, Hochschulen, Kommunen und Industrie fördert mehr Investitioinen von der Landesregierung z.B. durch die Einrichtung kreditfähiger landeseigener Investitionsgesellschaften

29.01.2021
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 02 (pdf)
NDS 2030 – Heute investieren, um morgen besser zu leben, Finanzpolitik in Niedersachsen zwischen Investieren und Konsolidieren

03.07.2020
Plurale Ökonomik – Lektionen aus Corona (Dokumentation)
Klimakrise – Kick-off für eine neue Wirtschaft?
Skript der online-Diskussion mit Franziska M. Hoffart (Ruhr-Universität Bochum) und Dr. Corinna Dengler (Universität Vechta)

08.05.2020
Plurale Ökonomik: Geld oder Leben? (Einladung – Videoaufzeichnung – Dokumentation)
Wissenschaftliche Gedanken zur Corona-Krise
Exzerpt der Online-Paneldiskussion mit Prof. Dr. Silja Graupe (Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung), Dr. Sabine Johannsen (Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Prof. Dr. Stephan Thomsen, (Geschäftsführender Leiter des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Leibniz Universität Hannover) und Dr. Joachim Lange (Evangelische Akademie Loccum)

27.06.2019
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 01 (pdf)
Schuldenbremse – eine fiskalpolitische Selbstentmachtung, Anmerkungen zur Verankerung der Schuldenbremse in der Niedersächsischen Verfassung


Debatte

Streit um die niedersächsische Finanzpolitik
Seit längerem fordern wir ein Umsteuern in der niedersächsischen Finanzpolitik. Hierzu fand 2021 in Niedersachsen eine Diskussion durch Publikationen, Veranstaltungen und Medienberichte statt. Sie zeigt die veränderten finanzpolitischen Leitbilder.
Wir dokumentieren hier die Diskussion:

Teil 9 – 21.06.2021 (pdf)
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 05
Wahlkampf 2021 – Öffentliche Investitionen sind nötig und möglich!
Teil 8 – 03.06.2021 (Einladung)
Diskussion mit Marcel Fratzscher (DIW) „Öffentliche Investitionen trotz Schuldenbremse“
Teil 7 – 02.06.2021 (Einladung)
Diskussion mit Clemens Fuest (ifo) „Wie gestaltet sich eine solide Finanzpolitik in der Post-Corona-Zeit?“
Teil 6 – 28.04.2021 (pdf)
Rundblick: Keynes-Gesellschaft schlägt zurück
Teil 5 – 14.04.2021 (pdf)
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 04
Der niedersächsische Finanzminister sucht Rat. Aber an der falschen Stelle! – Warum Südkorea und Marktradikalität keine Vorbilder sind.
Teil 4 – 09.04.2021 (pdf)
Rundblick: Wirtschaftsexperte warnt: Der Staat darf nach Corona nicht an den Schulden ersticken
Teil 3 – 24.02.2021 (pdf)
Rundblick: Zum Aufruf für mehr öffentliche Investitionen in Niedersachsen
Teil 2 – 23.02.2021 (pdf)
Öffentlicher Aufruf
Die Zeit drängt – nicht nur bei Corona. Initiative für mehr öffentliche Investitionen in Niedersachsen
Teil 1 – 29.01.2021 (pdf)
Keynes-Gesellschaft | Regionalgruppe Nord – Standpunkt 02
NDS 2030 – Heute investieren, um morgen besser zu leben. Finanzpolitik in Niedersachsen zwischen Investieren und Konsolidieren